Hintergrundbild

Einweihungsfeier am 27. Juli 1890
Domhütte mit Anbau seit 1978 Koordinaten: 629.305/105.755

Pfarrer Imboden schrieb im Winter 1883 an den Präsidenten der Sektion Monte Rosa:

«...Die Dom-Besteigung bedarf unbedingt einer Klubhütte, mögen die verschiedenen Sektionen des schweizerischen Alpenclub sich gegenseitig die Hände reichen, um das kleine, nötige Werk, zu erstellen...»

Im Interesse der Sache legte er dem Brief auch gleich eine Planskizze und einen Kostenvoranschlag für die Hütte bei. Es sollte zwar noch einige Jahre dauern, bis schliesslich — nicht die Sektion Monte Rosa, sondern die Sektion Uto, Zürich, den Bau der Domhütte ausführen liess. Pfarrer Josef Imboden war es vergönnt, anlässlich der Einweihungsfeier die schmucke Hütte am 27. Juli 1890 einzusegnen.

Die Dom- und Mischabeltouristen erhielten 1890 die erste wetterfeste Unterkunft auf der Festi für 20 Personen. 1903 wurde das Steinplattendach durch ein Blechdach ersetzt. Bauherrin war die Zürcher Sektion Uto des SAC, Baumeister der spätere Hüttenwart Daniel Brantschen, welcher die Hütte nach den Plänen von Architekt Reutlinger erbaute. Im Jahr 1919 wurde die Hütte von G. Kruck umgebaut, vergrössert und mit einem Terrassenvorbau versehen. Sie enthielt 24 Plätze. Als sich in den fünfziger Jahren das Bergsteigen mehr und mehr zum Massensport entwickelte, war auch diese Hütte dem Andrang nicht mehr gewachsen. So baute Architekt Eschenmoser im Auftrag der Sektion Uto 1957 neben der alten eine neue Hütte in Form eines Bergkristalls. Schon 1978 musste sie erweitert werden, so stark war die Anziehungskraft des höchsten, ganz auf Schweizerboden stehenden Berges.

Heute ist die Domhütte auch ein sehr beliebtes Ausflugsziel für Nicht-Alpinisten geworden. Doch wer dort übernachten möchte, um anderntags den Sonnenaufgang zu geniessen, sollte sich — insbesondere in der Hochsaison — beim Hüttenwart telefonisch voranmelden.